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LVR-Report Inklusionspauschale

Erfolgsmodell LVR-Inklusionspauschale

Mit der Inklusionspausschale schreibt der LVR eine Erfolgsgeschichte: In den Jahren 2010 bis 2013 konnte 266 Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf wohnortnah das gemeinsame Lernen in einer allgemeinen Schule ermöglicht werden. Die LVR-Inklusionspauschale bietet eine Hilfestellung für den individuellen Bedarf. Ohne diese Unterstützung würden die Schülerinnen und Schüler mit Behinderung eine LVR-Förderschule besuchen. Den höchsten Anteil der Geförderten stellten mit 71 % Kinder mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und Motorische Entwicklung, gefolgt von den Schwerpunkten Hören und Kommunikation, Sehen und Sprache.

Die LVR-Inklusionspauschale ist eine Anreizfinanzierung. Deren Leistungen können für die sächliche Ausstattung der Schulen (z.B. Sitz- und Stehhilfen, Sehhilfen, therapeutisches Material), für anteilige Personalmittel für Therapie und Pflege, für Spezialtransporte und gegebenenfalls auch für Baumaßnahmen verwendet werden. Antragsteller für diese Maßnahmen sind die Träger der aufnehmenden Schulen. Für diese Förderung hat der LVR bislang ca. eine Million Euro aufgewendet.

Bei diesem Projekt haben wir festgestellt, dass sowohl bei den Eltern als auch bei den allgemeinen Schulen und den kommunalen Schulträgern noch ein hoher Beratungsbedarf besteht. Dem kommt der LVR mit der Stabsstelle Inklusion im Dezernat Schule nach, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Interessierte in Beratungsgesprächen informieren und ihnen dabei weiterhelfen zu klären, welche Hilfeleistung notwendig ist und wie diese umgesetzt werden kann. Neben der konkreten Hilfestellung für die einzelnen Kinder trägt die Stabsstelle Inklusion in den Kommunen auch zur Entwicklung eines inklusiven Schulwesens bei, indem sie das Fachwissen eines auf Förderschulen spezialisierten Schulträgers in die Diskussions- und Arbeitsprozesse vor Ort einbringt.

Die LVR-Inklusionspauschale trägt somit für viele Kinder entscheidend zu den Gelingensbedingungen auf dem Weg zur Inklusion in der Schule bei. Die Fortführung der Inklusionspauschale wurde im Landschaftsausschuss schließlich doch noch einstimmig beschlossen. Damit haben wir ein deutliches Signal gegeben, dass der Landschaftsverband seine Verantwortung für das Gelingen von gemeinsamem Lernen wahrnimmt.

Jetzt hoffen wir, dass dies auch bei den anderen Beteiligten ankommt und dort zu einer stärkeren Unterstützung des Inklusionsprozesses führt.

Damit Inklusion eine Erfolgsgeschichte wird!

Karin Schmitt-Promny